Freitag, 29. Juli 2016

Audiatur et altera pars!

Wer sich um Europa bemüht - trotz allen Propagandagetöses das größte Friedens- und Versöhnungsprojekt der neueren Geschichte -, der wird sich nicht an den Giftmischern von AfD, FPÖ, Lega Nord, Front National etc. orientieren, aber er wird sie besonders genau studieren, weil gerade sie, und zwar als Sprachrohr großer Bevölkerungskreise, die Fehler und Irrwege sichtbar machen, die den Erfolg dieses Projektes bedrohen.


              Wer nach dem Motto „Wir schaffen es!“ Migranten zu gleichwertigen Bürgern machen möchte, der wird sich mit den deutschen Islamforschern Navid Kermani (persische Eltern) und Ahmad Milad Karimi (afghanische Wurzeln) befassen, aber er wird Sarrazin ganz genau kennen, denn nur dann wird er wissen, dass eine leichtfertige Einwanderungspolitik durchaus scheitern könnte – und wir es möglicherweise eben „nicht schaffen werden“. Doch seit einiger Zeit herrscht bei uns (in Deutschland und Österreich) die Tendenz, den anderen Teil nicht mehr zu hören, falls er sich weigert, die offizielle Linie zu vertreten, denn man glaubt Probleme dadurch zu lösen, dass man die Augen vor ihnen verschließt. Bassam Tibi, ein deutscher Politikwissenschaftler mit syrischen Wurzeln, wird bei uns neuerdings nicht mehr gehört, umso wichtiger ist es, seine Ansichten zu kennen:



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